Die Sestine ist eine Gedichtform, die aus sechs sechszeiligen Strophen besteht, denen noch eine dreizeilige Schluss-Strophe folgt; dabei werden die Reimwörter der ersten Strophe in den folgenden Strophen wieder aufgenommen. In sestina steckt das italienische Wort sei „sechs“/sesta „die sechste“, womit auf das strukturierende Prinzip dieser Gedichtform verwiesen ist.
Anlass für Gedicht und Vertonung war der Tod der erst 18-jährigen und von Monteverdi sehr geschätzten Gesangsschülerin Caterina Martinelli, die als 13-jährige zu ihm kam; er hatte ihr die Titelrolle seiner Oper „Arianna“ zugedacht. Zwei Jahre später vollendete Monteverdi die Trauermusik mit dem Titel „Lagrime d’amante al sepolcro dell’amata“ (Tränen des Liebenden am Grab der Geliebten). – Der Trauernde bezeichnet sich als (Merresgott) Glaukos, der um seine (Nymphe) Corinna weint. Er schreit seinen Schmerz in die Welt hinaus, dass die Luft zittert, seine Tränen fliessen in Strömen. Er beschwört die Nymphen und Musen, die Winde und die Erde am Grab der Geliebten zu singen.
Die Music for the Funeral of Queen Mary (Trauermusik für die Königin Maria) ist eine dreiteilige Trauermusik des englischen Komponisten Henry Purcell aus dem Jahre 1695 und trägt im Zimmerman-Verzeichnis für die Werke Purcells die Nummer 860. Das anlässlich des Todes der Königin Maria II. von England komponierte Stück besteht aus einem Trauermarsch, drei Funeral Sentences und einer Kanzone. Teile dieser Musik wurden auch anlässlich seines eigenen Todes im November des gleichen Jahres gespielt.